Senatswahlen am 18. & 19. Januar 2011

Bald ist es wieder soweit!!!

Am 18. und 19. Januar sind Gremienwahlen:
Was ist ein Senat und warum wählen gehen?

Die anstehenden Wahlen sind gerade für Studierende wichtig, denn es geht darum, mitzureden und mitzuentscheiden: Bei der Berufung neuer ProfessorInnen und bei der
Erarbeitung neuer Studien- und Prüfungsordnungen liefern die Fachbereiche die Vorlagen und der Senat hat das letzte Wort. Auch bei der Verteilung von Geldern, Räumen und Stellen wirken Studierende in den höchsten Gremien der Universität mit. Wir wollen, dass sich mehr von euch an den Entscheidungen unserer Hochschule beteiligen. Wir haben eine Stimme, wenn wir sie denn nutzen! Nur wenn wir uns in Debatten um Bachelor/Master, Hochschulbau, Exzellenzwettbewerb, Hochschulreform und Studiengebühren einmischen, können wir auch etwas bewegen. Diese und viele weitere Themen haben unsere Senatsmitglieder bereits kritisch begleitet und wollen das mit eurem Vertrauen auch in Zukunft tun.

Mit Blick aufs Ganze
Angesichts knapper Gelder brechen in den Uni-Gremien zunehmend Grabenkämpfe aus. Die Universität als Ganzes und die Bedürfnisse der Studierenden verschwinden dabei oft aus dem Blickfeld. Wir treten diesem Trend konsequent entgegen: Die Spitzengremien der Universität müssen rational und nach allgemeinen Gerechtigkeitsüberlegungen entscheiden.
Wir stehen für die Stärkung der Lehre und des Studiums und unterstützen die Egoismen der einzelnen Fachbereiche nicht: Die oftmals erschreckenden Studienbedingungen zu verbessern ist unser Auftrag, wenn es um die Verteilung von Geldern, Stellen und Räumlichkeiten geht. Vorrang haben die Bereiche, in denen der Mangel am größten ist.
Am 1. September 2010 ist das neue Landeshochschulgesetz (LHG) in Kraft getreten und die Universität wird es nun nach und nach umsetzen. Das neue LHG ermöglicht beispielsweise Zulassungsbeschränkungen für den Master, die wir konsequent ablehnen. Es stärkt aber auch die Autonomie der Hochschule (die wir begrüßen), die jedoch nicht zu einer Machtkonzentration beim Präsidenten führen darf. Vielmehr sollten die universitären Belange in den demokratisch gewählten Gremien der Universität entschieden werden müssen. Die Umsetzung des LHGs werden wir kritisch begleiten und einer weiteren Entmachtung von MitarbeiterInnen und StudentInnen vehement entgegentreten.
Auch heute noch liegt die Quote der durch Frauen besetzen Professuren bei 19% – unserer Meinung nach sind das viel zu wenige. Daher setzen wir uns für die notwendige Förderung von Frauen in allen Bereichen der Universität ein.
Darüber hinaus wollen wir auch weiterhin mit der Hochschulleitung in einem kritischen und konstruktiven Dialog stehen.
Auch wenn Studierende im Senat nur eine Minderheit darstellen, können wir doch oft durch Überzeugungsarbeit Entscheidungen in eurem Interesse beeinflussen. Wir wollen eure Interessen auch nächstes Jahr wieder gegenüber den anderen Mitgliedern der Universität artikulieren und versuchen, sie durchzusetzen.

Wir Stehen für
– ein kostenfreies Studium
– einen Master für alle
– für die konsequente Frauenförderung
– gegen die Ökonomisierung der Hochschulen
– gegen Burschenschaften und rechte Tendenzen an der Universitäten

Darum:
CampusGrün
&
kritische linke wählen