Bachelor und Master reformieren!

Die Einführung der neuen Studiengänge führte durch hohe und kontinuierliche Prüfungslast, zerstückelte Stundenpläne und strikte Anwesenheitspflicht zu einer enormen Belastung der Bachelor- und Master-Studierenden, die so dauerhaft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen. Eine für die jeweilige individuelle Situation sinnvolle Einteilung von Studium, Arbeit und Privatleben ist oft nicht mehr möglich. Hier wollen wir gegensteuern und setzen uns für studierbare Studiengänge, eine bessere Studienfinanzierung und Masterplätze für alle ein.

Studienfinanzierung neu ausrichten!

Im Moment müssen immerhin 50% der Studierenden arbeiten um sich ihr Studium zu finanzieren. Um diese Situation zu verändern muss das BAföG ausgebaut werden, damit allen Studierenden und Studieninteressierten ein schuldenfreies und elternunabhängiges Studium ermöglicht wird.
Stipendien dürfen nicht, wie beispielsweise die Deutschlandstipendien des vergangenen Jahres, reine Leistungsstipendien sein, die aufgrund ihrer unsicheren und einseitigen Gestaltung (Wirtschaft darf größtenteils über die zu fördernden Fächer bestimmen, Entzug nach zwei Semestern möglich, Stipendien-Angebot abhängig von Drittmittel-Einwerbung, Stipendien sind lokal gebunden) nur schlecht zur Studienfinanzierung geeignet sind. Sie sollten vielmehr den Studierenden mit einem weitsichtigen Ansatz das Studium langfristig ermöglichen. Dazu gehört eine Ausrichtung nach sozialen Kriterien, so dass beispielsweise Studierende mit Kind oder Studierende aus bildungsfernen Schichten besser gefördert werden.

Freiheit ermöglichen!
Anerkennung endlich durchsetzen!

Sowohl das Tempo als auch der inhaltliche Schwerpunkt des Studiums soll von den Studierenden frei wählbar sein: Wissenschaft soll nicht als vorverdautes Produkt in die studentischen Köpfe gelangen – die Studierenden müssen die Möglichkeit haben, das Gelernte kritisch zu reflektieren. Hierfür ist eine Entschlackung der Studienordnungen wichtig, so dass den Studierenden wieder mehr Freiheit in der Gestaltung ihres Studiums gegeben wird. Außerdem soll ehrenamtliches Engagement mehr unterstützt und gefördert werden. Darüber hinaus möchten wir dafür sorgen, dass das Versprechen eingelöst wird im Ausland erbrachte Studienleistungen unproblematisch und umfangreich anzuerkennen. Ein Auslandsstudium soll auch in den Bachelor- und Masterstudiengängen eine reizvolle Möglichkeit bleiben.


Master-Zugang für alle!

Am 17. Dezember 2010 entschied der Senat (trotz unserer Gegenstimmen) zum ersten Mal eine Mindestnote im Bachelorabschluss für eine Zulassung zum Masterstudium festzuschreiben. Wir wehren uns gegen solche Zulassungsbeschränkungen, die unter dem Deckmantel sogenannter Qualitätssicherung oder zum „Selbstschutz“ der Studierenden vor Überforderung eingeführt werden. Wir fordern das Recht für alle Studierende, den eigenen Studiengang selbst zu bestimmen! Für uns bedeutet ein qualitativ hochwertiges Studium, dass die Diversität der Studierendenschaft gefördert und nicht im Durchschnitt nivelliert wird. Eine Universität muss die Studierenden in den Mittelpunkt stellen und ihnen ein erfolgreiches Studium ermöglichen, anstatt ihnen jegliche Selbstbestimmung abzusprechen.
Wir nehmen hiermit auch eine Forderung der vergangenen Bildungsproteste auf und kämpfen für einen Masterzugang für alle!


Darum:
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